Zwischen Stagnation und leisem Aufbruch

Der Osten Aleppos. (Bild: Lorenzo Nanculaf)

06. November 2019

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2011 als ziviler Aufruhr mit zarten freiheitlichen Träumen gestartet, dauert der Bürgerkrieg in Syrien mittlerweile acht Jahre. Ein Augenschein vor Ort zeigt ein gespaltenes Land. Der Konflikt ist in all seinen verschiedenen Facetten fester Bestandteil des syrischen Alltags.

Was unter dem Namen der syrischen Revolution als politische Revolte seinen Lauf nahm, hat über die Zeit eine völlig eigene Dynamik entwickelt. Standen anfänglich noch freiheitliche Ziele im Vordergrund der zivilen Proteste, wurden diese früh von islamistischen Gruppierungen gekapert, die über mehr Erfahrung im Widerstand und reiche Geldgeber im Hintergrund verfügten. Damit fand eine rasche Radikalisierung beider Seiten statt, was schliesslich in einen offenen Krieg zwischen Regierungs­truppen und Opposition mündete. Ausländische Kräfte begannen sich finanziell und militärisch einzumischen und zusätzlich betrat Daesh (IS) mit seinen Allmachts­fantasien syrischen Boden, was die Lage noch unübersichtlicher machte.

Versucht man sich mittels gängiger Zeitungen über die aktuelle Lage zu informieren, präsentiert sich einem ein Wirrwarr an Meldungen und Meinungen. Im Norden des Landes sind die Kurden bemüht, ihre Gebiete (bekannt als Rojava) gegen türkische Hegemonialansprüche zu verteidigen, weiter östlich in al-Baghuz Fawqani wurde Ende März Daesh zumindest territorial endlich besiegt. Im Süden fliegt Israel vermehrt Angriffe auf iranische Milizen und im Westen hat der Kampf um die quasi-autonome Rebellenhauptstadt Idlib begonnen. Die Lage ist chaotisch, das Interesse der Weltgemeinschaft eher gering und die wirtschaftlichen Aussichten des Landes alles andere als wünschenswert. Während einige Teile des Landes noch immer durch Gefechte gezeichnet sind, kämpft man andernorts mit der lähmenden Perspektivlosigkeit.

Durch eine persönliche Einladung bekamen wir die Möglichkeit, im Frühling dieses Jahres knappe zwei Wochen in Syrien zu verbringen. Als Studierende der Islamwissenschaften mit regem Interesse am Gebiet zwischen Euphrat und Nil wollten wir uns dies nicht entgehen lassen. Wir erhofften so aus erster Hand zu erfahren, wie sich der Konflikt für diejenigen anfühlt, die geblieben sind. Ohne den illusorischen Anspruch, die gesamte «Wahrheit» des Krieges mit all seinen Facetten in dieser kurzen Zeit erfassen zu können, versuchten wir ein Gespür für die von uns besuchten Gebiete zu entwickeln.

Ankunft in Beirut & Überqueren der Grenze

Gezeichnet von einem wenig erholsamen nächtlichen Aufenthalt am gigantischen Istanbuler Flughafen kommen wir leicht angespannt in Beirut an, wo wir sogleich unseren Fahrer und Guide Rakan* treffen. Der syrische Familienvater ist ein langjähriger Freund unserer Bekannten und wohnt seit Jahrzehnten im Libanon. Rakan ist von bulliger Statur und kein Freund langer Gespräche. Erst recht nicht, wenn es darum geht, wie er seinen syrischen Militärausweis erlangt hat.

Rakan ist von bulliger Statur und kein Freund langer Gespräche. Erst recht nicht, wenn es darum geht, wie er seinen syrischen Militärausweis erlangt hat.

Noch vor dem Grenzübergang erläutert er uns, dass wir Beamten nach Möglichkeit aus dem Weg gehen sollen. Fragen sie dennoch nach, sind wir Christen, die ihre Glaubensbrüder und -schwestern besuchen und Kirchen besichtigen wollen. Dank Rakans Kontakten zu Grenzbeamten gestaltet sich der Übergang derselben als leichtes Unterfangen und wir können ohne Probleme einreisen.

In al-Assads Herkunftsgebiet

Was bereits am Grenzposten begann, setzt sich im Verlauf der gesamten Reise fort: Porträts vom syrischen Präsidenten Bashar al-Assad in jeder Form und Grösse. Auf Autorückscheiben, als Poster an Wänden, auf Plakaten, als persönlicher Anhänger oder auf LKW-Planen – al-Assad in Militäruniform posierend, locker gekleidet mit Sonnenbrille oder als Fotomontage zwischen dem russischen Präsidenten Putin und seinem iranischen Pendant Rohani.

Der mittlere Spross der siebenköpfigen al-Assad-Familie wurde in London zum Augenarzt ausgebildet. Dort lernte er auch seine zukünftige Frau kennen. Asma al-Assad stammt aus einer wohlhabenden syrischen Familie und ist sunnitischen Glaubens. Bashar wiederum ist gläubiger Alawit und somit Schiit, was seiner Ehe im heutigen Syrien politischen Charakter verleiht.

Bashar al-Assad war nie für das Präsidentenamt vorgesehen. Kurz vor der Jahrtausendwende musste er aufgrund eines tödlichen Autounfalls seines Bruders im Alter von 30 Jahren mit seiner Frau nach Syrien zurückkehren. Dort begann er eine Militärausbildung, die ihn pro forma bis zum Kommandanten der Präsidentengarde beförderte, was allerdings von Beginn an eher symbolischer Natur war. Noch heute stützt sich Assad in Militärfragen primär auf seine Berater.

Unsere Reise führt uns nun als Erstes ins Herz des Herkunftsgebiets der Herrscherfamilie, an der Westküste zwischen Tartus und Lattakia. Die Region ist traditionell christlich-alawitisch geprägt. Schon länger ist sie bekannt als Bade- und Ferienort für gutbetuchte Syrer und dient mittlerweile auch als Basis für die russische Armee, die sowohl am Boden als auch in der Luft mit Aufklärflugzeugen Präsenz markiert.

Der älteste Souk in Damaskus überdacht von der Nationalfahne. (Bild: Lorenzo Nanculaf)

Die Gegend ist durchzogen von bewaldeten Hügeln und weitläufigen Tälern. Lediglich graue Betonskelette unvollendeter Häuser brechen die harmonische Landschaft. Kalt und leer stehen sie für den Mangel an Geld, um sie fertig zu bauen, und Menschen, um sie zu bewohnen.

Die Familie Mardin wohnt in einem ebensolchen Gebäude. Will man zu ihrer Wohnung gelangen, bringt man zuerst zwei Stockwerke voller Schutt und herabhängender Drähte hinter sich, bevor man dann ihr ausgebautes Geschoss mit der gemütlich eingerichteten Wohnung betritt.

«Habt ihr die Reise hierhin tatsächlich heil überstanden? Haben euch die berüchtigten syrischen Soldaten wirklich, ohne euch an den Kragen zu gehen, einreisen lassen?», fragt uns Bedros, Familienvater und Pfarrer im Ruhestand, zur Begrüssung mit stark sarkastischem Unterton. Schnell wird uns klar, dass wir es hier mit überzeugten Assad-Anhängern zu tun haben.

«Lieber sterbe ich durch eine Kugel im Kopf, als auf Raten und am Hungertuch nagend.»

Die Familie erzählt uns, wie sie als Christen immer gut unter der Assad-Familie gelebt haben. Den Assads seien Minderheiten seit jeher am Herzen gelegen, weshalb sich die Herrscherfamilie der bedingungslosen Unterstützung unserer Bekannten sicher sein kann. Angesprochen auf den Krieg haben sie alle persönliche Geschichten zu erzählen. Sei es, sich im Kreuzfeuer zwischen Rebellen und Regierungstruppen wiederzufinden, oder morgens auf dem Weg zur Arbeit über Leichen hinweg zu steigen.

Im Jahr 2019 erlebt die Familie den Krieg durch Inflation, Arbeitslosigkeit und Benzinkrisen auf eine andere, für sie fast unerträglichere Weise. Bedros meint dazu trocken: «Lieber sterbe ich durch eine Kugel im Kopf, als auf Raten und am Hungertuch nagend.» Für ihn hat der Krieg gerade erst begonnen.

Ostern in Syrien

Während unseres Aufenthaltes feiern die griechisch-orthodoxen Christen Ostern, ihr heiligstes Fest des Jahres. Dies äussert sich in einem Aufruhr, der von jung bis alt alle erfasst. Bedros erinnert sich, wie früher die jüngeren Kirchenmitglieder bewaffnet Wache halten mussten, um mögliche Daesh-Angriffe abzuwehren. Heute versammelt man sich an diesem Feiertag auf den Strassen, um den Prozessionen der beiden örtlichen Kirchen beizuwohnen. Inmitten Überbleibsel alter Kreuzritterburgen und verwinkelten Strassen wird gesungen und gelacht. Das war nun definitiv nicht das Syrien, das wir erwartet hatten.

Dass dies nur eine Seite dieses Landes ist, wird uns bereits am darauffolgenden Tag vor Augen geführt. Frühmorgens klopfen Geheimdienstmitarbeiter bei unseren Bekannten an und wollen wissen, ob wir nun wie informiert bei ihnen zu Gast sind und was genau unser Plan für die kommende Zeit sei. Mit diesen Informationen alleine sind sie offensichtlich nicht zufrieden, weshalb sie sich sogleich für einen persönlichen Besuch am selben Abend anmelden. Missmutig stimmt Bedros zu, weswegen wir um 10 Uhr abends bei Tee und Keksen tatsächlich von einem Klingeln an der Tür gestört werden. Die Nervosität, die sich durch diesen angekündigten Besuch des Geheimdienstes aufgestaut hat, weicht schnell wieder als sich ein Mittzwanziger entschuldigend durch den Türspalt schiebt. Offensichtlich unangenehm berührt, muss er wohl Befehle von weiter oben ausführen, und will dieses Aufeinandertreffen möglichst schnell und reibungsfrei hinter sich bringen. Wir werden angehalten, Kopien unserer Pässe mitsamt genauer Pläne für die Zeit in Syrien abzugeben. Nachdem wir ihm noch etwas Schweizer Schokolade geschenkt haben, bedankt er sich artig und wünscht uns herzlich willkommen in seinem Land.

Nachdem wir dem Geheimdienstmitarbeiter noch etwas Schweizer Schokolade geschenkt haben, bedankt er sich artig und wünscht uns herzlich willkommen in seinem Land.

Anhand solcher Anekdoten merkt man, dass die Lage auch an scheinbar sicheren Orten fragil bleibt und der syrische Staat grosse Angst vor einem allfälligen Kontrollverlust hat. Sich dessen Kontrolle entziehen zu wollen, ist offensichtlich ein Ding der Unmöglichkeit. In den 90er-Jahren sei der Geheimdienst noch offen auf den Strassen präsent gewesen, wird uns von unseren Bekannten versichert. Heute zeige sich dieser eher in der Präsenz geheimer Spitzel, sodass man sich als syrischer Bürger nirgends wirklich in Sicherheit wiegen könne.

M5 nach Aleppo

Einige Tage später machen wir uns auf den Weg ins nördliche Aleppo. Bewegt man sich in Syrien im Auto fort, ist man ständigen Strassenkontrollen unterworfen. Dabei erregt die Anwesenheit von zwei Schweizern wiederkehrende Unsicherheit aufseiten der oftmals sehr jung wirkenden Militärangehörigen. Dies zieht öfters lange Diskussionen nach sich, die durch kleinere Geldbeträge ein versöhnliches Ende finden. An diesen Kontrollen müssen wir Passkopien hinterlassen mit Angaben zu Ziel, Dauer und sonstigen Plänen, was dem Militär und seinem Geheimdienst ermöglicht, jederzeit genauestens darüber informiert zu sein, wer sich wo befindet.

Die M5-Strasse nach Aleppo stellt die wichtige Verbindung zwischen Aleppo und Damaskus dar. Umgeben von Steppe ist sie schwierig zu kontrollieren und galt deshalb lange offiziell als unbefahrbar. Noch immer ist sie gesäumt von ausgebrannten und stehengelassenen Autowracks und somit stiller Zeuge von Tod und Elend, die Daesh hier über Reisende gebracht hat.

Aleppo wurde gemeinhin als kultureller und kulinarischer Hotspot Syriens bezeichnet. Früher als nahöstliches Backpacker-Mekka bekannt, ist davon nach fast acht Jahren Bürgerkrieg wenig übrig. In westlichen Medien war vor allem der erbitterte Kampf der Rebellen im Ostteil der Stadt lange ein Thema. Dieser wurde, ohne Rücksicht auf Verluste, von der Regierung mithilfe des russischen Militärs niedergeschlagen.

Fährt man heute durch diese Viertel, fällt auf, wie das Leben nach wie vor in und um die Trümmer dieses Kampfes stattfindet. Ressourcen, um diese wegzubringen, sind offensichtlich keine vorhanden, aber unaufhaltbar findet das Leben seinen Weg und die Menschen arrangieren sich. Um die Trümmer herum werden Stände errichtet und in Häusern, in denen neun Wohnungen unbewohnbar sind, findet sich in der zehnten eine Familie. Fährt man zum berühmten alten Souk, präsentiert sich eine ähnlich triste Lage. Sämtliche Läden sind verbarrikadiert, die Decken eingefallen und die Hauptstrasse ist wegen Minen auf keinen Fall zu verlassen. Während der bewaffneten Konflikte in Aleppo wurde der Souk als willkommenes Versteck von den Rebellen verwendet, weshalb nicht mehr viel davon erhalten geblieben ist. Doch vereinzelt finden sich heute Arbeiter, die sich der mühseligen Aufgabe annehmen, die ersten Mauern wiederherzurichten. Dabei sind sie abhängig davon, ob gerade Geld zur Verfügung steht. Uns wird berichtet, wie es in der ganzen Stadt verteilt einzelne Initiativen gibt, um mit dem Wiederaufbau zu beginnen.

Startschuss über Idlib

Unweit der Souks findet sich die Zitadelle von Aleppo. Sie wurde während des ganzen Krieges trotz mehreren Angriffen seitens der Rebellen von der Regierung verteidigt und gilt heute wieder als beliebter Treffpunkt der Lokalbevölkerung. Zeitgleich mit uns ist eine grössere Ansammlung syrischer Soldaten zu Besuch. Die wilde Truppe ist in ihrer jugendlichen Energie kaum zu bändigen und präsentiert sich farbenfroh und heterogen. Von pinken Tanktops über Airmax-Sneakers zu farbigen Kopfbändern ist alles zu sehen. Diametral anders präsentiert sich das Bild der in Aleppo stationierten russischen Soldaten: Schweigend, in einheitlicher Uniform und mit strengem Blick arbeiten sich diese die Strassen hoch und runter.

Wir besuchen die Zitadelle staunend und verweilen nach deren Besichtigung noch etwas auf dem belebten Platz. Plötzlich ist ein fernes Wummern auszumachen. Ein zweites folgt und wir realisieren, dass wir soeben Zeugen der ersten Kriegshandlungen des Kampfes um Idlib geworden sind. Da an diesem Tag in ganz Syrien eine akute mehrwöchige Benzinkrise überwunden werden konnte, ist es dem syrischen Militär nun möglich, seinen lang erwarteten Angriff auf die Rebellenhochburg und die umliegenden Gebiete zu starten.

Am Abend mischen sich dann Muezzingesänge mit dem Lärm der Kampfjets.

Am Abend mischen sich dann Muezzingesänge mit dem Lärm der Kampfjets und anschliessendem dumpfem Grollen zu einer speziell anmutenden Geräuschkulisse. Unserem Fahrer Rakan wird es dann doch etwas zu brenzlig, weshalb wir am nächsten Morgen Aleppo wieder verlassen. Dies erwies sich aufgrund der bewaffneten Soldaten am Strassenrand, uns entgegenkommenden UN-Blauhelmen und aufmarschierenden russischen Spezialeinheiten als sicherlich keine schlechte Idee.

Aufbruch in die Hauptstadt

Nach einer mehrstündigen Fahrt erreichen wir am Abend die Hauptstadt Damaskus. Dieser Stadt wird nachgesagt, die älteste durchgehend bewohnte Stadt der Welt zu sein: Seit über 8000 Jahren sind dort Menschen wohnhaft. Das wiederum heisst, dass Damaskus jegliche zivilisatorischen Errungenschaften mit­erlebt und die verschiedensten Königreiche aufkommen und fallen gesehen hat. Es ist folglich nicht erstaunlich, kann ihr auch ein bald zehn Jahre andauernder Bürgerkrieg wenig anhaben. Rebellen und Daesh kamen zwar bis wenige hundert Meter an die mit dicken Mauern umgebene Altstadt heran, doch heute sucht man Überbleibsel an diese Zeit vergebens. In den Köpfen der Stadtbewohner sind die Erinnerungen allerdings alles andere als verblasst.

Auf der Suche nach dem besten Shawarma der Stadt lernen wir gleich an unserem Ankunftsabend die beiden Syrerinnen Mariam und Anna kennen. Beide sind der Universität wegen nach Damaskus gezogen und haben hier Wirtschaft studiert. So weit so gut; Ortschaften sind austauschbar, der bisherige Lebensweg und Interessen scheinen ähnlich den unseren. Denken wir zumindest anfänglich. Doch wenn sie erst einmal zu erzählen beginnen, wird einem der Unterschied schnell vor Augen geführt. Sie zeigen uns zum ersten Mal direkt, was es für Gleichaltrige heisst, in Syrien während des Bürgerkrieges zu leben und studieren.

Sie schildern, wie der gesamte Freundeskreis Syrien bei der erstbesten Gelegenheit verlassen hat und ihnen nur die engste Familie geblieben ist. Ihre Eltern wollten keineswegs ihre Heimat verlassen und so entschlossen sich auch die beiden jungen Frauen bei ihren Familien zu bleiben. «Wie könnte ich auch nur meine Familie und Anna hier alleine lassen?», fragt Mariam, ohne eine Antwort zu erwarten.

Sie berichtet, wie ihre gesamte Familie aus ihrem Heimatdorf flüchten musste, als Daesh im Anmarsch war. Die Bewohnenden des Dorfes, die es nicht rechtzeitig weggeschafft haben, kamen entweder im Kampf ums Leben oder wurden entführt und blieben über Jahre in Geiselhaft der Gotteskrieger*innen. Seither war sie nie mehr in ihrem Dorf, das eigentlich nur wenige Autominuten entfernt liegt. Das Haus, in dem sie geboren wurde, wäre bei einem Besuch sowieso nicht mehr auffindbar.

Viel Hoffnung für die nahe Zukunft haben die beiden nicht. Zu schlecht geht es der syrischen Wirtschaft, zu gross wiegt der Verlust der Millionen Syrer, die das Land verlassen mussten.

Rückfahrt in den Libanon

Keine Autofahrstunde von Damaskus entfernt liegt bereits das Bekaa-Tal des Libanons. Die Grenze verläuft auf einem kleinen Gebirge, das einem eine weite Sicht auf dieses Tal ermöglicht. Es ist durchsetzt von kleineren und grösseren Camps, dessen Behausungen mit ihren weissen UNHCR-Planen in der Sonne glitzern. Man fragt sich, wie lange es wohl noch dauern wird, bis die Bewohner*innen wieder frohen Mutes zurück nach Syrien können.

 

*Zum Schutz der im Text genannten Personen wurde dieser und alle folgenden Namen geändert.

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