Kampagne gegen sexuelle Belästigung

Plakat in der Unitobler. Bild: Angela Krenger

"Wer zu nah kommt, geht zu weit", Plakat in der Unitobler. Bild: Angela Krenger

01. Juni 2016

Ursina Anderegg arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin seit rund 4 Jahren für die Abteilung für Gleichstellung der Uni Bern. Sie ist fünfunddreissig-jährig und studierte in Bern Geschichte, Musikwissenschaft und Philosophie. Ursina war seitens der Uni Bern für die Koordination und Umsetzung der aktuellen Kampagne gegen sexuelle Belästigung zuständig.

Gab es erste Rückmeldungen auf die Kampagne gegen sexuelle Belästigung?

Direkt bei der Abteilung für Gleichstellung sind nur zwei, drei Reaktionen eingegangen. Da die Kampagne ein sensibles Thema aufgreift, hätten wir mehr Rückmeldungen erwartet. Die Website zu-nah.ch wurde bis April allerdings schon 5000 Mal aufgerufen. Ende dieses Semesters werden wir die Kampagne evaluieren, um zu sehen, wie sie wahrgenommen wurde.

Gab es bereits mehr Meldungen sexueller Belästigung bei den Anlaufstellen?

Das ist uns nicht bekannt. Die Meldungen werden bei den Anlaufstellen nicht systematisch erfasst.

Weshalb wurde die Kampagne lanciert?

Die Uni ist als Arbeitgeberin und öffentlich-rechtliche Institution gesetzlich verpflichtet, Prävention gegen sexuelle Belästigung zu leisten. Gemeinsam mit der PHBern nimmt die Universität diese Verantwortung wahr. Die Botschaft der beiden Institutionen ist: Übergriffe werden nicht geduldet. Die Kampagne hat zum Ziel, die Anlaufstellen für Betroffene, Beobachtende sowie für Führungsverantwortliche breiter bekannt zu machen und allen Universitätsangehörigen Informationen zum Thema bereit zu stellen.

Weitere Informationen zur Kampagne: www.zu-nah.ch 

 

Dieser Beitrag erschien in der bärner studizytig #4 Juni 2016

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