Mein Schattenplatz #6

mein_schattenplatz

Illustration: Moritz Koller

28. August 2017

Chly höckle u chly sii
U chly luege. U dänke.
Es Bier ir Hang, u d Hang isch so chly nass vom Wasser wo uf dr Fläsche kondensiert
U vilech glych nid so viu nachedänke.
Es früsches Lüftli, so ds nid d Escht, abr d Blettr am Boum chly hin und här wippe.
U ig füehle mi o rächt früsch.
Agnähm.
Luege wis überem Asphaut flimmeret. Dert äne.
U scho drbi sy, aber vor auem chly sii.
Sones Plätzli im Schatte.

Vilech fingis mau.
Vilech wärs es Ching odr e nice Job odr es Du und Ig odr chly Musig mache.
Chly schribe.
Chli interessiert sy u chly sii.
Vor auem chly sii.
Wär sichr no schön.
Sones Plätzli im Schatte

Hani no nid gfunge.
U ds instinktiv gsetzte „no“ impliziert, dsis äuä mau wirde finge u vilech hoffi sogar, dsis mau wirde finge,
abr iz gd nid!
Iz gd
woti no dört si, wos brönnt,
wos richtig weh tuet u ig gspüre, wi mini Hut vrbrönnt u es füuht sech guet a, so roh und dr Schweiss uf dr vrbrönnte Hut tuet chly weh, abr s tuet guet. U ig hoffe sogar chly uf Narbe, wüus denn irgendwie reau isch und wüus mi denn o no i mim Schatteplatz dra wird erinnere,
wi Hitz cha brönne.

Mis Plätzli im Schatte
Hani no nid gfunge.
Ig befürchte, i wirde mau dra häreloufe,
sones Bänkli amne lauschige Teichli,  e Picknickdechi im Gras, es Lüftli ide Böim
chly schribe, chly sii.
Abr denn bitte am Rand.
Bitte nid ganz e so agnähm, nid ganz so bequem.
Woni d Hitz no cha gspüre
U ds flimmere ir Luft und woni jederzyt widr cha dört sii,
wos richtig brönnt.

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